Wiederertüchtigung unserer Orgel

Wiederertüchtigung unserer Orgel
15.12.2017
N. Hartwig

Wiederertüchtigung unserer Orgel

Im Frühjahr 2014 wurde festgestellt, dass die Orgel von der Fa. Schuke aus dem Jahr 1984 unter Verwendung von historischen Pfeifen aus der Ibach-Orgel mit ihren hunderten sensibler Lager in der Mechanik mit Baustaub durch die Sanierungsarbeiten der Kirchenschiffs verunreinigt war. Der Zuständige landeskirchliche Sachverständige Herr Manfred Schwartz empfahlt die Stilllegung des Instrumentes damit die Mechanik keinen Schaden nahm. Daraufhin wurde die Orgel im Sommer 2014 eingehaust (verpackt).  

Nach der Sanierung des Kirchenschiffs wurde das Instrument wieder ausgepackt und von dem Sachverständigen Untersucht. Neben der Verunreinigung durch Baustaub wurden weitere Mängel an dem Instrument festgestellt die im Zuge der Orgelertüchtigung beseitigt werden sollen.

 Dies betrifft zum einen die Orgel Technik wie die zu schwer gehenden Tasten, zum anderen den Orgelklang, der an den Raum und zur Chorbegleitung angepasst und um zwei Register erweitert werden soll. Ebenso erhält das Instrument einen elektrischen Spieltisch, so dass die Orgel unten vom Kirchenraum gespielt werden kann und somit auch Chorbegleitungen durch den Dirigenten als Organisten möglich sind und eine bessere Kommunikation des Organisten mit dem Liturgen und der Gemeinde möglich ist. Des weiteren wird das Instrument midifiziert und in den Spieltisch ein Synthesizer eingebaut so, dass auch Klänge wie Kontrabass, Klavier, Streicher erklingen können. Die Orgel ist somit sowohl Anforderungen für die populäre wie auch der experimentelle Musik gerüstet.

Im Rahmen der Maßnahme werden in Handarbeit die 1730 Pfeifen der 26 Register aus der Orgel ausgebaut und gereinigt. Ebenso hunderte von Mechanikteilen wie, Lager, Winkel, Wippen, holzabstrakten (längere Verbindungsstücke in der Mechanik),  Dichtungen im Windsystem für die einzelnen Pfeifen, Ventile für die Töne, Bälge und Windkanäle . Nach dem Einbau der Pfeifen werden diese intoniert, also klanglich überarbeitet. An jeder einzelnen Pfeife gibt es zahlreiche „Einstellmöglichkeiten“ um den Klang zu verändern. Damit die Orgel elektrisch gespielt werden kann, müssen zahlreiche kontakte zur Steuerung und Magnete, die die Mechanik bewegen eingebaut werden und ein zweiter Orgelspieltisch gebaut werden. 

Nach umfänglicher Beratung der Gemeinde durch Herrn Schwartz wurde die Maßnahme im Februar 2017 mit drei Firmen ausgeschrieben. Zuvor wurde bei der Auswahl der Firmen darauf geachtet, dass sowohl eine hohe handwerkliche Qualität wie auch künstlerische Qualität in der klanglichen Umsetzung gewährleistet ist. Die Firma die am die Durchführung der Maßnahme am preiswertesten und schnellsten anbieten konnte war die Firma Oppel aus dem Sauerland. Das finanzielle Volumen der Arbeiten umfasst ca. 140.000,00 €. Für finanzielle Umsetzung treten großzügige Spender aus Wiehl ein.  

Die Maßnahme soll im II Quartal 2018 beginnen und dauern ca. 5 – 6 Monate. 

Seit September 2015 wurde als Übergangslösung eine Leihorgel der Fa. Oppel mit 8 Registern auf zwei Manualen und Pedal preisgünstig gemietet.